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Raser im Visier - Alarm auf der A2

Der mausgraue VW-Passat lässt sich nicht abschütteln. Mit 212 Stundenkilometern rast der Wagen hinter dem roten Ferrari. Am Steuer des Verfolgerfahrzeugs: Polizeikommissar Ralf Kümmerling, neben ihm Hauptkommissar Detlef Müller. Eine getarnte Fernsehkamera im Rückspiegel filmt das Rennen, für das der Möchtegern-Schumacher 400 Mark Bußgeld und zwei Monate Führerscheinentzug kassiert.

Die beiden Zivilpolizisten machen Jagd auf Raser, Drängler und LKW-Fahrer, die mit unsicheren Fahrzeugen auf den Autobahnen unterwegs sind. Ihr Revier: 144 Kilometer. Als besonders heißes Pflaster gilt die A2 zwischen Hannover und Berlin. Dort rollt seit dem Mauerfall ein Großteil des Ost-West-Transits.

Fast 3500 Unfälle haben Detlef Müller und seine Kollegen in einem Jahr aufgenommen. 800 Menschen wurden verletzt und 12 getötet. Viele davon gehen auf das Konto von Rasern. Die wenigsten der ertappten Fahrer rasen ohne Schuldgefühle. "Mein Auto und ich sind eins", sagt der Fahrer eines Audi A4, der mit 177 Stundenkilometern bei regennasser Fahrbahn auf eine Baustelle zubretterte. Ein anderer kommentiert das drohende Fahrverbot lakonisch: "Dann fährt halt meine Frau".

"Versteck' mal das Geld"

Auch LKW-Fahrer sind gute Kunden der Autobahnpolizisten. Viele mißachten Lenk- und Ruhezeiten. Zum Beispiel ein polnisches Gespann mit zwei Schrottautos auf dem Hänger. Sie sollen ein Bußgeld von 1.200 Mark zahlen - per Direktkasse. Doch die Fahrer verstehen angeblich kein Deutsch. Sie haben, so radebrechen sie. "nicht soviel Geld dabei".

Die Fahrer unterhalten sich auf Polnisch, doch die spätere Übersetzung offenbar folgenden Dialog: "Sag denen, dass ich dann kein Geld mehr habe für Benzin. Aber sag' mal nicht alles auf Deutsch." Detlef Müller besteht auf Sofortkasse. Der Fahrer flüstert: "Versteck' mal das Geld. Nur Vierhundert. Gib nur 400."

Solche Erlebnisse sind Alltag auf der A2. Manchmal werden die Zivilfahnder auch Zeugen von schweren Unfällen. Einer davon ist auf dem Polizeivideo dokumentiert.

Buch und Regie:
Reinhold Rühl
Mitarbeit: Jasmin Cilesiz

dokumacher
Sendung Kabel 1 - Die Reportage Redaktion Manfred Nelles
Länge 38 Minuten Erstsendung 16.09.1999
Kamera  Jörg Hieronymus Zuschauer 1,69 Millionen

Fariba Nilchian Marktanteil 9,7 Prozent




Die Quotenhits der K1 Reportage:

"Am 25. Februar 1998 ging mit der „K1 Reportage" das zweite Informationsprogramm – nach dem „K1 Magazin" (25.9.1997) – bei Kabel 1 auf Sendung. Seitdem schreibt das Format Erfolgsgeschichte: Die monothematischen Reportagen zu aktuellen und spannenden Themen aus Deutschland und der Welt begeistern seither 6,5 Prozent der werberelevanten 14-49-jährigen, und über eine Million Zuschauer insgesamt im Schnitt. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die „K1 Reportage" bei den Männern: jeweils 7,5 Prozent Marktanteil bei den 14-49-, und den 30-49-Jährigen, bei den 20-49-jährigen Männern sind es sogar 7,9 Prozent Marktanteil.

Die Top 3-Sendungen seit 1998 bei den jungen Zuschauern (14-49 Jahre): „Raser im Visier – Alarm auf der A2" (16.9.1999) mit 14,1 Prozent, „Alarm für die Autobahnpolizei" (10.09.1998) mit 10,8 Prozent, und „512 Tonnen auf Rädern" (25.02.1999) mit 10,3 Prozent Marktanteil. Auch bei allen Zuschauern erzielten diese drei Reportagen die höchsten Reichweiten seit Sendestart: mit jeweils 1,68 Millionen Zuschauern „Raser im Visier – Alarm auf der A2" und „512 Tonnen auf Rädern" sowie „Alarm für die Autobahnpolizei" mit 1,62 Mio. Zuschauern..."

Pressemeldung "K1 Reportage" feiert Geburtstag vom 25.02.2004 (Auszug) 
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