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Sylt - Urlaub auf der Partyinsel

Sylt-Fans bekennen sich zu ihrer Insel. Die prägnanten Umrisse des nördlichsten deutschen Landzipfels kleben auf vielen Kofferraumhauben. In jedem Sommer fahren hunderttausende von Urlaubern über den Hindenburgdamm, um das einzigartige Flair der Insel zu spüren. Es locken fast 40 Kilometer Sandstrand, beste Sportmöglichkeiten, angesagte Kneipen - und viele Klischees: Denn auf Sylt galten die Reichen immer noch als etwas reicher, die Nackten um vieles nackter und selbst die Playboys um etliches attraktiver. Seit Gunther Sachs und der deutsche Jet-Set in den frühen sechziger Jahren die Insel entdeckte, haben immer wieder Schlagzeilen das Bild von Sylt geprägt.

Heute ist Sylt Wochenenddomizil wohlhabender Hamburger, aber auch Treffpunkt jugendlicher Party-Fans, die mit dem Wochendticket der Bahn und einem Schlafsack im Gepäck anreisen. Die wilden nächtlichen Treffs am Strandabschnitt „Himmelsleiter“ sind ein Dorn im Auge der örtlichen Geschäftsleute. Um die häufig schwarzgekleideten und gepiercten Jugendlichen unter Kontrolle zu halten, haben sie eigens einen privaten Sicherheitsdienst engagiert.

Promis in der Blockhütte

In dem berühmten Promi-Lokal "Sansibar" ist Herbert Seckler der Chef. In seiner Blockhütte am FKK-Strand hatte der gebürtige Schwabe fast jeden deutschen Promi schon mal zu Gast. Zum Beispiel Rudi Carell, Uwe Seeler und Rudolf Moshammer, die K1-Autor Reinhold Rühl durch eine rauschende Partynacht begleitet. Die Reportage zeigt auch, wie weniger bekannte Bürger auf der berühmtesten deutschen Insel Urlaub machen - mit dem Zelt, auf dem Surfbrett, im Wohnmobil oder der Luxus-Karosse.

Während der Saison geht es auf Sylt oft turbulenter zu als am Stachus oder auf dem Kudamm. Sylt ist als Motor-Eldorado in Deutschland "ganz oben“. Fast eine halbe Million Kraftfahrzeuge werden alljährlich in Niebüll auf den Autozug nach Westerland verladen. Darunter - besonders am Wochenende - nobelste Marken. Denn wer im exklusiven Kampen dazugehören will, muß zum Dinner mit Bentley oder Ferrari vorfahren.

Ob Luxusurlauber oder Billigreisender - am Nacktbadestrand sind alle wieder gleich. 70 Prozent der Urlauber sind hier anzutreffen. Das Paradies der Nackten hat exotische Namen, Sansibar zum Beispiel. Benannt nach jenem verheißungsvollen Land, das früher gleichbedeutend mit Freikörperkultur war. Sylt war in dieser Hinsicht Vorbild. Schon 1942 wurde durch eine Polizeiverordnung das Nacktbaden unter bestimmten Umständen erlaubt.             

Buch und Regie: Reinhold Rühl

dokumacher
Sendung: Kabel 1 Die Reportage Redaktion Manfred Nelles
Länge: 38 Minuten Erstsendung 19.08.1999
Kamera Gerald Fritzen, Thomas Westphal Zuschauer 1,069 Millionen
Schnitt Jerome Labrunerie Marktanteil 5,6 %

 

 

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