Kein Geld für Undercover-Doku |
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Die Redakteure auf dem Podium waren sich einig: "Investigative Dokumentarfilme sind Flagschiffprojekte". Sie sind den Sendern lieb und manchmal auch teuer. Doch nicht immer sind solche Renommierstücke erwünscht - wenn sie etwa zu tief graben und einflussreiche Politiker vorführen. Auf dem Podium beim 27. Internationalen Dokumentarfilmfestival München saß Regisseur Peter Ohlendorf und präsentierte Filmausschnitte seiner Doku "Blut muss fließen". Er hat einen Undercover-Rechercheur mit der Kamera begleitet, der wiederum die Rechtsrock-Szene mit versteckter Kamera ausspähte. Viel zu oft hat er dabei das "Blutlied" gehört. Und er fragt sich: Warum kann auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden? Krokodilstränen beim NDREs gab viel Applaus für den Film, der bei der Berlinale erstmals gezeigt wurde, aber immer noch kein Geld zur Refinanzierung. Alle haben sie abgewunken, denen Ohlendorf das Projekt angeboten hat: Öffentlich-Rechtliche Sender, Institutionen der Filmförderung, politische Stiftungen und die Bundeszentrale für politische Bildung. 200.000 Euro beträgt inzwischen der Schuldenberg bei Ohlendorfs Produktionsfirma Filmfaktum. "Islamterror" war stattdessen das angesagte Thema bei Politikern und in vielen Redaktionen - zumindest in der Zeit vor der Mordserie der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle. Viele aktuelle TV-Redaktionen haben das Undercover-Material inzwischen für Kurzbeiträge verwendet, auch der NDR. "Wo bleibt das öffentliche Interesse an dem Film", fragt jetzt das "Kulturjournal" auf der offiziellen NDR-Homepage und es wird kritisiert, dass kein Sender ihn ausstrahlen will. Vielleicht sollte die Redaktion mal im eigenen Haus recherchieren. |
| In den eigenen Reihen | von Gast am 01 Jun 2012 um 00:19 |
| So wie auch in den meisten Ländern wie die USA wollen wir einfach nicht wahrhaben das die Terroristen in den eigenen Reihen sitzen. Es ist ja so bequem die anderen Kulturen verantwortlich zu machen. |
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| Platzhirsche blockieren Sendeplätze | von Gast am 01 Jun 2012 um 10:28 |
| wenn die in Frage kommenden Sendeplätze den öffentlich-rechtlich Pensionierten zugeschanzt werden, wie soll das dann klappen? | |