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Abgetaucht im Paradies

Sie träumen vom süßen Leben mit Sonne und wenig Arbeit. Sie verkaufen ihre Häuser in Deutschland und plündern ihre Sparbücher. Ihr Glück suchen sie auf einer Insel: der Dominikanischen Republik - auch ein beliebtes Fluchtland für Betrüger und Kleinkriminelle.

In Deutschland wartet auf sie der Gerichtsvollzieher, auf so manchen Finanzbetrüger sogar das Gefängnis. Unter Palmen können sie sich sicher fühlen, denn zwischen der Bundesrepublik und dem Inselstaat besteht kein Auslieferungsabkommen.  

Für Deutsche ist das „Mallorca der Karibik“ längst das Auswanderland Nummer 1. Rund 20.000 Menschen leben bereits auf der Insel. Jedes Jahr kommen 2000 weitere dazu. Doch die Träume vieler Glückssucher zerplatzen schnell. Die Möglichkeiten, im Exil Geld zu verdienen sind begrenzt. Auswanderer ohne Eigenkapital versuchen sich als Reiseführer und leben "von der Hand in den Mund". Kleinsparer investieren in Souvenirbuden oder Pilspubs. Doch die Einnahmen sind gering.

Auch Aussteiger mit viel Eigenkapital verlieren hier oft ihr gesamtes Vermögen - meist an die eigenen Landsleute. In der Dominikanischen Republik arbeiten zahlreiche Anlageberater, Immobilienmakler und Geschäftemacher aller Art. 90 Prozent kommen aus Deutschland, viele sind unseriös. Sie verkaufen Land, das nicht zum Verkauf steht, handeln mit Beteiligungen an nicht existierenden Firmen oder kassieren Geld für Bauvorhaben, die sie niemals realisieren.

Neid, Missgunst und Betrug

Filmautor Reinhold Rühl hat Betrüger und Betrogene besucht. Er schildert den Alltag in den größten deutschen Gemeinden der Karibik: In Puerto Plata, Sosua und Cabarete - im Norden der Dominikanischen Republik. Dank deutschem Metzger, deutschem Bäcker und 300 Sonnentagen im Jahr - für viele deutsche Touristen vermeintlich eine heile Welt. Der Schein trügt: hinter der Fassade herrscht Neid, Mißgunst und Betrug.

Reinhold Rühl spricht mit Aussteigern über ihre Hoffnungen und zeigt die Realität, in der sie heute leben. Für viele von ihnen ist Dominikanische Republik eine Art Gefängnisinsel, ein tropisches Alcatraz.

Buch und Regie: Reinhold Rühl



Ex-Polizist Tom betreibt eine Strandkneipe in Sosua

dokumacher
Sendung: Kabel 1 - Die Reportage Redaktion: Melanie Felske
Länge: 38 Minuten Erstsendung: 03.12.1998
Kamera: Norman Vaclavik Zuschauer: 1,211 Mio.
Schnitt: Stephan Zeitler Marktanteil: 5,8 %

 

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